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Umzugstipps

 <<Tipps und Informatives>>

1. Umzugshilfen/Hilfsmittel
Folgende Umzugshilfen erleichtern Ihnen den Umzug. Sie erhalten sie beispielsweise über eine Spedition mit angebundenem Umzugsservice oder in einem gut sortierten Baumarkt zur Miete oder zum Kauf.

- Umzugskartons in verschiedenen Größen
- Sack- /Treppenkarren
- Rollbretter
- Luftpolsterfolie
- Seidenpapier
- Stretch-/Abdeckfolie
- Absperrbänder
- Möbelkeile
- Decken
- Müllsäcke
- Spann- und Tragegurte
- Werkzeug
- Teppichreinigungsmaschine
- Etiketten (+ Edding)
- Arbeitskleidung, Handschuhe, Atemschutzmaske
- Klebeband

2. Umzugskartons
Verpacken Sie Ihren Hausrat in stabile und gut stapelbare Umzugskartons. Sie können natürlich Umzugskartons von Ihrem letzten Umzug oder von Freunden und Bekannten geliehene Kartons dafür nutzen. Allerdings können diese inzwischen feucht geworden sein und daher leicht einreißen. Also erst überprüfen.

Aus drei Gründen sollten Sie Umzugskartons nicht zu sehr befüllen. Erstens kann der Karton bei mehr als 20 kg Gewicht einreißen. Zweitens können Sie ihn selbst nicht mehr heben. Drittens gibt es bei vielen Umzugsservices inzwischen Gewichtsbegrenzungen für die Umzugshelfer, damit diese nicht zu sehr belastet werden. Also besorgen Sie sich lieber ein paar Umzugskartons mehr, um Ihren Hausrat gut zu verteilen und mitten im Umzugsstress nicht plötzlich ohne Kartons dazustehen.

Ziehen Sie per Spedition um, erhalten Sie von dieser oftmals als Umzugsservice auch neuwertige oder gebrauchte Umzugskartons. Bei einem in Eigenregie organisierten Umzug können Sie Umzugskartons z.B. in einem Baumarkt erwerben. Umzugszubehör wie z.B. Sackkarren und Tragebänder können Sie oftmals auch als zusätzlichen Umzugsservice bei Vermietern von Transportern oder Umzugs-LKW mieten.

Tipp: Verpacken Sie als erstes solchen Hausrat, den Sie in den Tagen vor dem Umziehen nicht mehr benötigen. Dies sind oftmals Gegenstände aus dem Keller, vom Dachboden oder aus der Garage.

3. Zerbrechliches
Wickeln Sie zerbrechliche Gegenstände am besten in Papier ein, bevor Sie diese in den Umzugskarton legen. Befüllen Sie den Umzugskarton als Platzfüller mit weiterem Papier. So sorgen Sie für eine gute Polsterung Ihres Hausrats.

Oftmals handelt es sich bei zerbrechlichen Utensilien um Geschirr wie Teller, Gläser und Tassen. Daher kann ein befüllter Umzugskarton sehr schnell zu schwer werden. Verteilen Sie Ihr zerbrechliches Gut deshalb auf mehrere Umzugskartons und füllen Sie Ihre Umzugskartons generell nach dem Prinzip, Schweres mit Leichtem zusammen zu packen.

Tipp: Ist ein Umzugskarton gepackt, schütteln Sie ihn ein wenig. So können Sie feststellen, ob alles in Ordnung ist. Wenn sich nichts regt, kann der Karton verstaut werden. Ansonsten überprüfen Sie den Umzugskarton bitte nochmals.

Auch Lampen und andere Leuchtkörper können zerbrechlich sein. Um diese zu verpacken gibt es als Umzugskarton spezielle Lampenboxen. Wickeln Sie die Leutkörper in Seiden- oder Geschirrpapier gut ein.

Spitze Gegenstände wie z.B. Messer können anderen Hausrat beschädigen. Doch nicht nur das: Ihre Umzugshelfer oder Sie selbst können sich beim Auspacken der Umzugskartons verletzen. Daher verpacken Sie Spitzes bitte besonders gut.

4. Möbel
Sind Ihre Möbel noch nicht allzu alt, lassen sie sich meist mit wenig Aufwand per Hand transportfertig zerlegen. Für einige Möbelstücke werden Sie jedoch Helfer und Werkzeug benötigen. Bei Möbeln und Schränken, die Sie nicht auseinander nehmen müssen oder können, kleben Sie bitte alle wackligen Teile wie z.B. Türen und Schubladen mit Klebeband zu. Achten Sie dabei darauf, ein Klebeband zu verwenden, dass sich später leicht wieder abziehen läßt und keine Spuren auf Ihren Möbelstücken hinterläßt.

Elektronische Gegenstände wie Computer, Monitore oder Musikanlagen sind sehr empfindlich gegen Stöße, die beim Tragen oder beim Transportieren in einem Wagen durch Straßenunebenheiten hervorgerufen werden können. Daher verpacken Sie Ihre Elektronik besonders gut, indem Sie sie in weiche Folie rüttelfest einwickeln und in stabilen Boxen transportieren.

Lassen Sie das gesammtele Abwasser abfließen und sichern Sie Ihre Waschmaschine für den Transport. In der Gebrauchsanweisung der Maschine finden Sie hierzu wahrscheinlich Hinweise. Falls nicht, erkundigen Sie sich bitte beim Kundenservice des Geräteherstellers.

Wenn möglich überlassen Sie das Transportieren Ihres Klaviers oder Flügels einem professionellen Umzugsservice. Dies ist zwar teurer, aber dafür gehen Sie sicher, dass Ihr bestes Stück nicht zu Schaden kommt - und wenn doch, springt die Versicherung ein.

Falls Sie doch keinen Umzugsservice beauftragen möchten, wickeln Sie Das Klavier in eine Decke ein. Darüber hinaus benötigen Sie unbedingt zwei Tragegurte für den Abtransport durch das Treppenhaus.

Auch andere Musikinstrumente wie Kontrabass, Cello oder Tuba vertrauen Sie am besten einem Umzugsservice an. Ihre Instrumente sind zwar üblicherweise in einem Instrumentenkoffer untergebracht, reagieren jedoch empfindlich auf stärkere Temeraturschwankungen und auf Feuchtigkeit. Achten Sie darauf, falls Sie die Instrumente zwischenlagern möchten.

5. Flaschen/Bücher/Pflanzen
Verbrauchen Sie verderbliche Lebensmittel wenn möglich bereits vor dem Umzug. Alles, was übrig bleibt, verschließen Sie bitte gut, z.B. indem Sie es in Tupperware legen oder füllen. Packen Sie Ihre Lebensmittel in extra Umzugskartons und nutzen Sie falls notwendig auch eine Tiefkühlbox. Für Weinflaschen oder andere edle Tropfen gibt es spezielle Umzugskartons, die Sie bei einer Spedition mit einem guten Umzugsservice erhalten.

Gießen Sie Ihre Pflanzen am Tag vor dem Umzug nochmals. Im Winter sollten sie allerdings am Umzugstag nicht feucht sein. Achten Sie darauf, dass sie sicher abgestützt bzw. verpackt sind.

Einige Pflanzen sind kälte- bzw. hitzeempfindlich. Decken Sie Ihre Gewächse ab, um sie zu schützen und transportieren Sie Ihre Pflanzen nach Möglichkeit in Ihrem eigenen Wagen, ohne sie jedoch zu lange darin stehen zu lassen.
 

Sofern es sich nicht um Antiquariate handelt, können Sie Ihre Bücher ohne gesonderte Verpackung in die Umzugskartons legen. Füllen Sie die Kartons aber nur bis zur Hälfte, da Bücher schwer sind.

Als Alternative zu Umzugskartons tut es auch die gute alte Packschnur. Stapeln Sie einfach 10 bis 15 gleich große Bücher und wickeln Sie sie wie bei einem Geschenk in die Paketschnur ein.
 

6. Kleidung und Wertvolles
Für wertvolle, gehobenere Kleidungsstücke wie Anzüge, Mäntel und Abendkleider nutzen Sie am besten eine Kleiderbox (bei den meisten Umzugsspeditionen mit gutem Umzugsservice erhältlich). Diese haben eine Kleiderstange, an der Sie die Kleidungsstücke aufhängen können. So brauchen Sie nach dem Umzug nicht gleich zum Bügeleisen zu greifen. Die Kosten sind von der Boxgröße abhängig und betragen ca. 5 bis 10 Euro.

Für die ersten Tage nach dem Umzug sollten Sie einige Anziehsachen direkt griffbereit haben und nicht erst lange in Ihren Umzugskartons wühlen müssen. Verpacken Sie daher einige Kleidungsstücke separat in einen Karton, den Sie gut beschriften oder in Ihrem eigenen Wagen transportieren und so nicht aus den Augen verlieren.

Wichtige Dokumente wie z.B. Geburtsurkunden, Pässe, das Familienstammbuch oder auch Bargeld und Schmuck können Sie im Umzugstrubel leicht aus den Augen verlieren. Hinterlegen Sie sie daher am besten bei Ihrer Bank oder geben Sie sie an Vewandte oder Bekannte.

Ein wenig Bargeld sollten Sie allerdings stets bei sich tragen, um Unvorhergesehenes begleichen zu können oder auch ein Trinkgeld für Ihre Umzugshelfer parat zu haben.

Geschafft. Alles ist verpackt und abfahrbereit. Wirklich alles? Nehmen Sie zur Sicherheit noch einen letzten Gang durch Ihre Wohnung vor, am besten zusammen mit einem oder mehreren Ihrer Umzugshelfer. So manches Bild an der Wand wurde schon zurückgelassen. Gehen Sie sicher, dass Ihnen dies nicht ebenfalls passiert.

7. Heben und Tragen

Vermeiden Sie, schwere Umzugskartons mit gestreckten Beinen und gekrümmtem Rücken zu heben. Ihre Wirbelsäule wird es Ihnen danken. Stellen Sie stattdessen Ihre Füße dicht neben den Karton, gehen Sie in die Hocke und heben den Karton dicht am Körper aus den Knien heraus hoch. Stehen Sie mit geradem Rücken auf.

Ist der zu hebende Gegenstand sehr schwer, bitten Sie einen Umzugshelfer, mit anzupacken. Ansonsten droht eine Rückenzerrung. Teilen Sie Ihre Lasten am besten in kleinere Einheiten auf und laufen Sie lieber einmal mehr, als Ihre Gesundheit unnötig zu gefährden.

Vermeiden Sie ruckartige Bewegungen beim Anheben des Umzugskartons oder Gegenstandes und verteilen Sie das Gewicht möglichst gleichmäßig. Drehen Sie den Oberköper nicht zu sehr nach links oder rechts und machen Sie kein Hohlkreuz. Andernfalls drohen Wirbelsäulenbeschwerden bis hin zum Bandscheibenvorfall.

Halten Sie das Umzugsgut so nah wie möglich am Körper und Ihren Rücken gerade, da Ihre Wirbelsäule ansonsten zu stark belastet wird. Wenn Sie nur einen Arm zum Tragen nutzen, verbiegt sich Ihre Wirbelsäule zu einer Seite. Wechseln Sie daher Ihre Arme ab oder noch besser nutzen Sie beide Arme zum Tragen, um so für eine gleichmäßige Gewichtsverteilung und Belastung zu sorgen.

Scheuen Sie sich nicht, Hilfsmittel wie Tragegurte oder Sackkarren zu verwenden. Sie machen den Umzug sehr viel angenehmer und können oftmals gegen Gebühr und Hinterlegung einer Kaution bei einem professionellen Umzugsservice ausgeliehen werden.

Das Absetzen funktioniert genau wie das Anheben, nur entgegengesetzt. Gehen Sie langsam in die Hocke und halten Sie dabei den Rücken gerade. Dann stellen Sie das Umzugsgut langsam ab, um sich keine Zerrung zuzuziehen. Gönnen Sie sich zwischendurch auch die eine oder andere, kurze Pause, um wieder Kraft zu sammeln.

 

 

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